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Liebe Abo-Freunde,

willkommen zur zweiten Ausgabe meines Subscription Briefings. Hier findet ihr wieder die News der letzten Wochen. Außerdem habe ich ein paar Neuerungen eingebaut:

  • Unter “Hintergrund” findet ihr Analysen, Deep Dives und Hörtipps, die ich euch ans Herz lege

  • Unter Jobs findet ihr aktuelle Stellen für Abo-Profis, falls ihr Lust auf eine neue Herausforderung habt

Weiterhin freue ich mich über euer Feedback: Wie gefällt euch das Briefing? Was sollte ich ändern? Schreibt es mir!

KI-Hinweis: Das Briefing habe ich mithilfe von Claude erstellt und händisch kuratiert und ergänzt.

Euer Lennart
Du hast Feedback? Schreib mir!

Neues aus der Abo-Welt

Apple überarbeitet EU-App-Store-Gebühren

Apple überarbeitet zum 1. Oktober seine EU-App-Store-Gebühren im Rahmen des Digital Markets Act: Die bisherige Kerntechnologie-Gebühr pro Installation entfällt, stattdessen gilt eine einheitliche Core Technology Commission von 5 % auf externe Verkäufe. In-App-Käufe über Apples eigenes System kosten künftig 26 % (ab dem zweiten Abo-Jahr 15 %), alternative Zahlungsdienste 20 %, Web-Verlinkung 15 %. Quellen: 9to5Mac, gHacks

The Economist startet Audio/Video-only-Abo 'Play' für 15 Dollar

The Economist launcht mit "Play" eine neue Abo-Stufe für rund 15 Dollar/Monat: Play ist ein reines Audio-/Video-Angebot (Insider-Videoshows, Podcasts, Newsletter, Spiele) ohne Textjournalismus. Das Angebot ist zunächst ein Testlauf in Kanada, Dänemark, Norwegen und Schweden, also außerhalb der Kernmärkte. Bestehende Podcasts+-Abonnent*innen wurden kostenlos hochgestuft. Laut Verlag zeigt sich ein "Halo-Effekt": Play steigert auf der Preisseite auch die Anmeldungen fürs teurere Premium-Abo. Quellen: The Audiencers, Digiday

RTL Deutschland und Sky stellen neue Bundle-Preise vor: Netflix/Paramount+-Paket für 19,99 Euro

Gut drei Monate nach dem Zusammenschluss stellen RTL Deutschland und Sky eine neue Paketstruktur vor: Ein Einstiegsbundle mit Netflix Standard und Paramount+ Basic kostet 19,99 Euro/Monat, das große Sky-Paket (Filme, Serien, komplettes Live-Sport-Programm inkl. NFL sowie UEFA Europa/Conference League) 39,99 Euro/Monat. Noch 2026 startet zudem das erste gemeinsame WOW/RTL+-Bundle, 2027 soll RTL+ fest ins Sky-Angebot integriert werden. Quellen: RTL Deutschland (Presseportal), Finanznachrichten

Reach knackt in unter neun Monaten 50.000 zahlende Digital-Abonnent*innen über 19 Marken

Reach (Mirror, Express, Daily Star, zahlreiche britische Regionaltitel) erreicht neun Monate nach dem Paywall-Start bei der Manchester Evening News 50.000 zahlende Digital-Abos über 19 Marken - Ziel sind 75.000 bis Jahresende. Die meisten Titel kosten 4,99 Pfund/Monat, Express Premium 6,99 Pfund. Quellen: Press Gazette, HoldTheFrontPage

Peacock testet Membership-Rewards-Programm mit Rabatten und Gratis-Pizza

Peacock startet für eine zufällig ausgewählte Gruppe von Premium-/Premium-Plus-Abonnent*innen ein Beta-Rewards-Programm mit drei Stufen (Gold, Platinum, Diamond): u. a. 25 % Rabatt im NBCU-Shop, ein Gratisjahr Instacart+ (inkl. NYT-Cooking-Zugang) und ein Pizza-Hut-Angebot nach drei gestreamten Filmen. Quellen: Variety, The Desk

Disney-CEO D'Amaro bestätigt Prüfung eines kostenlosen, werbefinanzierten Disney+-Tarifs

Bei seinem ersten großen Auftritt als Disney-CEO auf der Fan-Messe D23 bekräftigt Josh D'Amaro, dass der Konzern einen kostenlosen, werbefinanzierten Disney+-Tarif prüft - als "Front Porch" (Vorstufe), um zahlungsscheue Zuschauer*innen anzulocken und später in zahlende Mitgliedschaften oder das ESPN-Bundle zu konvertieren. Quellen: CNBC, TheWrap

Barclays stuft HelloFresh nach schwachem US-Geschäft auf 'Underweight' herunter

Barclays senkt das Rating für HelloFresh von "Equalweight" auf "Underweight" und kappt das Kursziel von 4,40 auf 3,10 Euro - einen Tag nach schwachen Q2-Zahlen (Umsatz -7,8 % währungsbereinigt, Bestellungen -13,7 %). Quellen: Investing.com, Parameter

Substack einziges Top-10-Nachrichtenportal mit US-Traffic-Wachstum, etablierte Marken brechen ein

Im Traffic-Ranking der Top-50-US-Nachrichtenseiten von Press Gazette ist Substack die einzige Marke unter den Top Ten, die im Jahresvergleich wächst (+27 %). Etablierte Portale verlieren dagegen deutlich. Quelle: Press Gazette

RTL Group: Streaming und Sky-Übernahme treiben operativen Gewinn um fast 50 % nach oben

Die RTL Group steigert ihr bereinigtes operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 um fast 50 % auf 239 Mio. Euro, der Gesamtumsatz wächst um 3,9 % auf 2,89 Mrd. Euro. Der im Juni übernommene Sky Deutschland trägt 61 Mio. Euro bei, der Streaming-Umsatz legt um 27,2 % auf 299 Mio. Euro zu. RTL erreicht die Profitabilitätsschwelle im Streaming früher als geplant und hebt die Jahresprognose für den Streaming-Beitrag von 25-50 auf rund 100 Mio. Euro an. Quellen: turi2, DWDL

Boston Globe setzt auf 'New Front Door'-Strategie: 313.000 Digital-Abos

"Boston Globe"-CEO Linda Henry setzt auf mehr lokale, politische und Sport-Berichterstattung, um über das großzügige Einstiegsangebot neue Digital-Abos zu gewinnen. Quelle: Press Gazette

Erstmals sind alle fünf großen US-Streamer profitabel - Peacock zum ersten Mal überhaupt

Laut TheWrap-Analyse der Q2-2026-Zahlen verbuchen erstmals alle fünf großen US-Streamer (Netflix, Disney+, Warner Bros. Discovery, Paramount+, Peacock) Gewinne. Netflix-Umsatz wächst 13 % auf 12,6 Mrd. Dollar, Gewinn +9 % auf 3,4 Mrd. Peacock erzielt nach sechs Jahren erstmals einen Quartalsgewinn (189 Mio. Dollar). Quellen: TheWrap, Forbes

Netflix zeigt GTA-VI-Trailer sechs Stunden exklusiv vor YouTube

Netflix und Rockstar Games kooperieren für den ersten "Extended Look" zu GTA VI: Am 27. August zeigt Netflix das rund 30-minütige Material um 15 Uhr ET exklusiv, bevor es sechs Stunden später auch auf Rockstars YouTube-Kanal und der offiziellen Website erscheint. Quellen: Variety, Rockstar Newswire

Hintergrund

Warum Semafor auf Events statt Abos setzt

Im Decoder-Podcast (The Verge) erklärt Semafor-Mitgründer Ben Smith, warum der 2022 gestartete Verlag bewusst ohne Paywall startete: Man habe Erlösquellen nicht "ideologisch" wählen wollen - Werbung und die "Convening"-Sparte (Events) ließen sich als Startup schneller profitabel aufbauen als ein Digital-Abo-Geschäft, das zudem das Wachstum begrenze. Inzwischen kommt rund die Hälfte des Umsatzes aus Events; ein Website-Abo schließt Smith für später nicht aus, aktuell aber kein Plan. Quellen: The Verge (Decoder), Wilson's Media (Transkript)

Washington Post: Micropayments als Sprungbrett statt Alternative zum Abo

Nach über 30 Tests seit 2024 setzt die Washington Post laut einem Interview mit Subscriptions-Chefin Anjali Iyer auf flexible Kurzzugänge (Pay-per-Article, Wochenpässe) statt reiner Alles-oder-nichts-Abos. Apple Pay/Google Pay senkten die Zahlungsreibung entscheidend. 42 % der Käufer*innen sind anonyme Neubesucher*innen außerhalb der bisherigen Abo-Basis; die kurzfristigen Angebote steigern laut Iyer zugleich Abo-Konversion und -Bindung. Quelle: Simon Owens's Media Newsletter

Subscriber-Retention-Tipps von The Economist

The Economist erzielt bei seinem B2B-Angebot eine Bindungsquote von 93 % - Marketing-Vize Nada Arnot setzt auf Qualität statt Menge des Engagements: gezieltes Onboarding für Free-Trial-Nutzer*innen, "Are-you-sure"-Momente im Kündigungsflow und ein wöchentliches Monitoring von "digitaler Dormanz" als Frühwarnsignal für Abwanderung. Ergänzend launchte der Verlag mit "Insider" ein Premium-Videoformat (75 % Nutzung unter Abonnent*innen) sowie die günstigere Audio/Video-Stufe "Play". Quelle: Press Gazette

Digiday: Verlage ersetzen Google-Traffic durch Video, B2B-Abos und flexiblere Modelle

Große US-Verlage bereiten sich laut Digiday auf eine Zukunft mit deutlich weniger Google-Traffic vor - mit unterschiedlichen Antworten: New York Times setzt auf Video, News Corp auf Abos und B2B-Produkte, BuzzFeed auf Kostensenkung und ein flexibleres Beitragsmodell für freie Autor*innen. Ob die Strategien den Traffic-Verlust auffangen können, bleibt laut Digiday offen. Quelle: Digiday

Chartbeat: Web-Traffic der Verlage sinkt 2025 nur moderat, interner Traffic wichtigster Treiber

Der durchschnittliche wöchentliche Traffic von Verlagsseiten sank 2025 laut Chartbeat-Daten (zitiert in Semafors Media-Newsletter) nur um 6 % ggü. 2024 - trotz KI-Overviews kein Kollaps. Größter Treiber ist inzwischen interner Traffic (Klickpfade auf derselben Seite, 41 % der Pageviews), "Dark Social" (private Nachrichten/Mails) macht rund 10 % aus. Chartbeats Fazit: Verlage, die auf Retention statt nur Akquisition setzen, sind besser aufgestellt. Quelle: Semafor (Media-Newsletter)

The Londoner zeigt, wie ein E-Mail-first-Verlag Newsletter zum Abo-Funnel macht

Die 2024 gestartete Digitalzeitung The Londoner (Mill-Media-Netzwerk) setzt laut FIPP konsequent auf E-Mail als Erstkanal: Jeder Beitrag geht zuerst per Newsletter raus, Abos bauen direkt auf der E-Mail-Leserschaft auf. Zentrale Taktik: Inhalte identifizieren, die zum Teilen und Weiterleiten einladen, und Bezahlschranken gezielt vor Schlüsseldetails setzen, um Leser*innen "anzufixen". Quellen: FIPP, Nieman Lab

Wie Heather Cox Richardson die meistabonnierte Autorin auf Substack wurde

Die Historikerin Heather Cox Richardson hat mit ihrem nächtlichen Newsletter "Letters from an American" (seit 2019) laut Boston-Globe-Porträt fast 3 Millionen Substack-Abonnent*innen aufgebaut - die reichweitenstärkste Autorin der Plattform. Aus dem Newsletter-Erfolg ist längst ein eigener YouTube-Kanal und ein politischer Einfluss weit über das Textformat hinaus gewachsen. Quelle: Boston Globe

Wie KI-Vorlesefunktionen das Verhältnis zu journalistischen Texten verändern

Immer mehr Verlage setzen auf KI-Vorlesefunktionen: Beim New Yorker hören inzwischen rund 20 % der Abonnent*innen narrierte Artikel, das Wall Street Journal zählt 5 Mio. Nutzungen seiner "Read to Me"-Funktion mit 65 % Abschlussquote. Anbieter ElevenLabs vermeldet über 500 Mio. Dollar ARR und wird laut CJR mit bis zu 22 Mrd. Dollar bewertet. Die Analyse zeigt: Verlage nutzen Audio gezielt zur Engagement-/Bindungssteigerung, auch wenn KI-Stimmen laut CJR noch subtile Unnatürlichkeiten zeigen. Quelle: Columbia Journalism Review

Sport-Newsletter 'The Gist' für unterversorgte Fans erreicht 1 Million Abonnent*innen

Der 2017 von Ellen Hyslop mitgegründete Sport-Newsletter The Gist zählt inzwischen über 1 Million Abonnent*innen und knapp 750.000 Social-Media-Follower, ergänzt um Podcast, eigene Spiele, eine Paid Community und Markenpartnerschaften. Ausgangspunkt war eine Lücke: Nur 18 % der Sportjournalist*innen waren Frauen, unter 5 % der Berichterstattung drehte sich um Frauensport. Quelle: Simon Owens's Media Newsletter

Retro-Podcast 'Stay Forever' launcht eigene unabhängige Mitglieder-Plattform

Der Podcast Stay Forever (Retrogames/Technik), das größte deutschsprachige Angebot seiner Nische, ist mit einer neuen Plattform unabhängiger geworden: Website, Forum, Mitgliederverwaltung, Zahlungsabwicklung und Podcast-Auslieferung laufen jetzt aus einer Hand auf deutschen Servern – ein Stück Unabhängigkeit von Plattformen wie Patreon und Steady, die aber parallel weiterlaufen. Über 8.000 Hörer*innen zahlen bereits 5 Euro oder mehr im Monat über Steady und Patreon. Vor kurzem hatte ich Mitgründer Gunnar Lott im Podcast zu Gast. Quellen: Stay Forever, GamesWirtschaft

Jobs für Abo-Expertinnen

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  • DAZN: CRM Manager (London)

  • The Atlantic: Senior Product Manager, Monetization & Growth (New York City / Washington, D.C.)

  • The Washington Post: B2B Engagement Marketing Lead (Enterprise & WP Intelligence) (Washington, D.C.)

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