
Heute bekommt ihr einen Blick hinter die Kulissen eines der meistdiskutierten Medienstartups Deutschlands: Gabor Steingarts âThe Pioneerâ.
Aber davor erst mal ein paar Neuigkeiten:
đŹ News
đ Facebook und Instagram wird es in Europa bald als werbefreies Abo fĂźr 9,99 ⏠bzw. 12,99 ⏠geben (Meta)
đ Sind Tagespässe eine Alternative fĂźr Website-Besucher, die niemals ein Abo abschlieĂen wĂźrden? (INMA)
đ Freemium gilt bei Software-Unternehmen als beste Wachstumsstrategie. Dieser GrĂźnder ist damit gescheitert und beschreibt sehr transparent, warum er von Freemium zu Free Trial gewechselt ist (Every)
đ The Verge hat die Website umgebaut, um die Loyalität der Nutzer*innen zu steigern (AdWeek)
đ OpenAI lässt Abonnenten ohne Programmierkenntnisse eine persĂśnliche Version von ChatGPT erstellen (The Verge)
đ WeWork stellt Insolvenzantrag (tagesschau)
Das Abo fßr Arbeitsplätze ist innerhalb weniger Jahre von einem gefeierten Startup zu einem Management-Disaster verkommen
Wer mehr darĂźber wissen will, dem empfehle ich die sehr unterhaltsame Apple TV+-Serie mit Jared Leto und Anne Hathaway (Apple TV+)
đ LinkedIn fĂźhrt fĂźr Abonnenten KI-Features ein, die bei der Jobsuche helfen sollen (The Verge)
đ Disney wird das restliche Drittel an Hulu fĂźr 8,6 Mrd. US-Dollar Ăźbernehmen (Spiegel)
đ Auch die SĂźddeutsche Zeitung steigt in das Geschäft mit bezahlten B2B-Newslettern ein (kress)
Ab 14. November verĂśffentlichen sie von Mo bis Fr das Dossier âDigitalwendeâ
Wer verstehen mĂśchte, warum dieser Markt gerade so boomt, sollte unbedingt weiterlesen âŚ

Wer sollte diesen Newsletter noch lesen?
Ăber 1.500 Abo-Manager*innen lesen und hĂśren schon âSubscribe Nowâ. Aber ich bin mir sicher, dass du noch eine Person kennst, die den Newsletter noch nicht bekommt.
Schick ihr diesen Link, dann kann sie sich auch anmelden:
đ˘ The Pioneer: Wie gewinnt man Abonnenten mit Newslettern und Podcasts?
Mit âThe Pioneerâ ist Ex-Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart angetreten, ein âMedienunternehmen neuen Typsâ aufzubauen. Das 2018 gegrĂźndete Startup ist inzwischen ein Unternehmen mit rund 70 Angestellten, diversen Newslettern, Podcasts, Veranstaltungen, einer App ⌠und einem Boot. Von der Pioneer One erreichen sie mit ihren Newslettern täglich Ăźber 200.000 Menschen und die Podcasts werden wĂśchentlich Ăźber 1 Mio. mal gestreamt.
Moritz Klein ist Head of Memberships und gibt uns in dieser Folge einen Einblick, wie ihre Distributed-Content-Strategie aussieht, wie sie freie Leser*innen zu Mitgliedern machen und warum das Boot ein Ausdruck ihres journalistischen Anspruchs ist.
4 Dinge, die wir von âThe Pioneerâ lernen kĂśnnen
1/ Von Pull zu Push
Die Hauptprodukte von The Pioneer sind Newsletter und Podcasts. Im Gegensatz zu anderen Verlagen, bei denen meist die Website im Zentrum steht, haben sie dadurch einen direkten Draht zu ßber 245.000 Leser*innen, die die Inhalte direkt ins Postfach bekommen. Moritz begrßndet diese Fokussierung in ihrer Distributed Content Strategie damit, dass sie nah am Nutzungsverhalten sind und sie die Menschen da erreichen, wo sie ohnehin schon sind. Trotzdem werden die Website und App immer wichtiger, weil sie dort mehr Flexibilität haben, die User Experience nach ihren Wßnschen zu gestalten und auch mehr ßber die Nutzungsmuster erfahren.
2/ Reichweitenkanäle und Paid Content
200.000 Menschen empfangen das kostenlose Pioneer Briefing in der gekßrzten Economy Edition. Zusammen mit dem kostenlosen Podcast sind das die Reichweitenkanäle, durch die Menschen die Marke kennenlernen kÜnnen. Oft sind diese Kanäle auch ein wichtiger Zwischenschritt zwischen Social Media und dem Abo. In Social Media entdecken sie Inhalte z. B. ßber Posts der Journalisten, registrieren sich kostenlos fßr den Newsletter und dort wird dann Vertrauen aufgebaut, das zur Conversion fßhren soll.
3/ Journalist*innen werden zu Marken
Die journalistischen Produkte sind stark mit den PersÜnlichkeiten der Macher verbunden. Viele Leserinnen kommen durch Gabor Steingart zum Briefing, aber auch andere Autorinnen und Podcaster haben ihre eigenen Fanbases. Das birgt Risiken, z. B. wen Autoren das Unternehmen verlassen, wie kßrzlich in einigen Fällen passiert. Daher ist es wichtig, dass Nutzerinnen schnell die Vielfalt der Produkte und Stimmen kennenlernen, um langfristig loyal zu bleiben.
4/ Leser*innen werden zu Mitherausgebern
Moritz betont, dass Mitglieder viel mehr als Abonnenten sind. Sie steuern als Experten Inhalte bei, kÜnnen als Leseraktionäre am Unternehmen beteiligt sein und sind auf dem Medienschiff Pioneer One zu Live-Events eingeladen. Auch wenn man nicht gleich Unternehmensanteile abgeben kann, gefällt mir der Gedanke, dass man seinen Abonnentinnen Rechenschaft pflichtig ist und sie nicht nur Kundinnen sind.
⪠Falls du es verpasst hast
đ ď¸ Wie entwickelt, testet und launcht man ein neues Abo-Produkt? Mit informed-CEO Benjamin Mateev
đ§ Wie Handelsblatt und WirtschaftsWoche die Subscription-First-Strategie im Unternehmen verankern
𼳠Events
đ Am 28. November erzähle ich beim Medienverband der freien Presse etwas Ăźber Newsletter-Strategien. Ich bin etwas Ăźberrascht, dass sich schon 130 Menschen angemeldet haben. Du auch? (MVFP)
đ Am 14. März findet die nächste Subscription Tour in Berlin statt. Hier gibtâs Tickets. Schnell sein lohnt sich, denn beim letzten Mal war die Tour schnell ausverkauft und in diesem Monat bekommt ihr noch den ermäĂigten Tarif, auch wenn ihr kein Mitglied der Deutschen Fachpresse seid. Schreibt einfach âSubscribe Nowâ in die Anmerkungen. (Deutsche Fachpresse)
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